Die Sache mit dem Bargeld

Wenn man so lange unterwegs ist wie wir, kann man nicht alles Geld, das man braucht, in cash dabei haben. Naja – man kann vermutlich schon, aber dann ist das ganze Budget weg, wenn man beklaut wird.

In Argentinien kommt man auf verschiedene Arten an Bargeld. Wir haben damit verbundenen Mühen unterschätzt. Jetzt sind wir dabei uns zu ExpertInnen zu entwickeln.

  • Geldautomat (Kreditkarte): funktioniert mittelmäßig und sogar immer wieder – falls man seine Kreditkarte nicht im Automaten vergisst. Automaten gibt es nicht an der Straßenecke, sondern nur in der Bank. Du brauchst also erstmal eine Bank, die geöffnet ist. Um 15 Uhr sind alle zu. Dann muss die Bank auch noch Automaten haben, die dir Geld geben. Wir sind an unserem ersten Tag in Buenos Aires an zwei Banken und vier Automaten gescheitert. Mit zwei verschiedenen Kreditkarten. In der dritten Bank hat es dann geklappt, und zwar so, wie es im Reiseführer stand: man bekommt nur einen kleinen Betrag (in unerem Fall max. 4.000 Pesos, ungefähr 60 €) und bezahlt 650 Pesos Gebühr, also 16,25 % Aufschlag
  • Privat wechseln (Euro-Bargeld): funktioniert sehr gut und der Kurs ist besser als bei der Bank
  • Supermarkt Coto (Euro-Bargeld): funktioniert wenn man eine Supermarktkasse findet, die genug Bargeld hat – die Kassiererinnen behalten keine großen Beträge, sondern entsorgen die Scheinchen ab und zu per Flaschenpost. Man kauft etwas Kleines ein und zahlt mit Euro oder Dollar und bekommt das Wechselgeld in Pesos. Der Kurs ist akzeptabel, und man zahlt keine Extragebühr. Definitiv nichts für Eilige: wir mussten zweimal die Kasse wechseln, bevor wir unsere Euros loswurden
  • Wechselstube: haben wir noch nicht probiert
  • Geldtransfer per Internetservice: haben wir auch noch nicht probiert, aber der Kurs ist angeblich viel besser als am Automaten. Ist mit etwas Aufwand verbunden (Account anlegen, Überweisung ausführen, Geld bei Bank abholen) aber wir werdens machen, wenn uns das Bargeld ausgeht

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Ihr Lieben,
    das klingt alles recht spannend! Vor allem die Geschichte mit dem Geld wechseln und der Busfahrt… kommt mir alles aus Asien recht bekannt vor!

    1. Jaja, die Welt ist klein und dreht sich irgendwie doch nur langsam weiter …

      Heute haben wir in einem supersüßen Café für „Promo 1“ und „Promo 2“ (Medialunas, Kaffee, Tee und O-Saft) knapp 300 Pesos gezahlt, das sind ungefähr 4 Euro. Was unglaublich günstig für den Ultratouri-Ort El Calafate ist. Da das Café einen extrem guten Wechselkurs von Cash in Pesos anbot (75 Pesos für den Euro) haben wir sozusagen umsonst geschlemmt 🥳

  2. Nachtrag: Geldtransfer via App ist supereinfach und man bekommt einen sehr guten Kurs. Nur gibt es nicht überall Abholestellen. Je nach Anbieter ganz unterschiedlich. Wir wollten erst Azimo und sind dann doch auf Western Union zurückgefallen, weil nur die eine Abholestelle in Bariloche hatten

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