Ping Pinguin und Seelefant

Es gibt viele gute und bestimmt auch ein paar weniger gute Gründe (z.B. ein Badeurlaub) Patagonien zu bereisen … spektakulär und auf jeden Fall die weite Fahrt wert ist die Tierwelt. Christian findet die Pflanzenwelt allerdings noch spektakulärer (how that?)

Unser erstes Guanaco ließ uns noch ganz hektisch unseren Mietwagen rechts ranfahren. Leider ist es gleich scheu davongehopst. Inzwischen haben wir viele, ganze Herden, dieser hübschen Kamelverwandten gesehen. Sogar Straßenschilder warnen vor ihnen. So wie bei uns vor Hirschen. Oder Kühen, im Allgäu …

Guanacos im Abendrot

Weniger scheu waren die Pinguine auf Punta Tombo, dort gibt es die weltgrößte Kolonie von Magellanpinguinen. Sie watscheln herum, liegen in ihren Nestern oder füttern ihre Kinder. Und verbreiten in ihrer Gemütlichkeit eine Zen-artige Stimmung. Wir haben Stunden damit zugebracht einfach zu schauen.

Was er mir wohl sagen will?
Einige, der vielen, vielen Pinguine

Genauso ewig beobachtet haben wir auf Punta Loma die Seelöwen. Die waren allerdings ein wenig weiter weg. Christian, der Biologe, reist natürlich mit Fernglas 🙂

Einen Fahrradausflug entfernt von Puerto Madryn leben einige Seelöwen-Kolonien und sind nicht zu überhören.

Die Möglichkeit den Seelöwen auch ganz nahe zu kommen, haben wir uns nicht entgehen lassen: eine Schnorcheltour. Das war schon irre – um uns herum tummelten sich neugierige „Jugendliche“, spielten und ließen sich sogar berühren. Die erwachsenen Männchen sind selten im Wasser, sie sind vor allem damit beschäftigt, an Land ihr Harem vor anderen Bullen zu verteidigen. Ganz schön anstrengend, so ein Seelöwenmännerleben.

Von Puerto Madryn aus haben wir am nächsten Tag mit dem Mietauto die Peninsula Valdez besucht. Ein Worldheritage Nationalpark, an verschiedenen Stellen (immer so im Abstand von 70 km Schotterpiste)  lassen sich gut Seelöwen, Seeelefanten (komisch diese drei „e“), Pinguine, Flamingos und diverse andere Tiere, vor allem Vögel, beobachten.

Seeelefanten-Suchbild

Zu bestimmten Zeiten ziehen auch Wale, Orkas und Delfine vorbei. Wir hatten leider kein Glück, obwohl Orkazeit war und wir pünktlich ab 16.00 Uhr (Hightide) drei Stunden lang aufs Meer gestarrt haben.

Das Bild des Tages aus meinem Skizzenbuch

Vielleicht als Entschädigung kam ich auf dem Rückweg zum Auto zwei Piche (Gürteltier) bis auf Armlänge nahe, die ganz wild und wuselig nach Fressbarem geschnüffelt haben

Niedlich, aber seltsam, so ein Gürteltier

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

  1. Hola ihr lieben die Pinguine sehen ja allerliebst aus. Habt ihr ein Smartphone mit Unterwasserkamera? So tolle Bilder, die Farben sind unglaublich! Bei uns ist es grau, mausgrau, betongrau und dunkelgrau. Nur damit ihr mal wieder wisst was ihr alles versäumt. Bezüglich der Temperaturen verpasst ihr nichts, nur der Wind ist nicht so stark bei uns. Was isst man/frau denn so in Patagonien? Außer Autobahnkäsecrackern? Die Seeelefanten habe ich gefunden:) Barbarella unser sjöden Tuch steht dir ganz wunderbar! Dann genießt weiterhin die Flora und Fauna und die Lichtduschen-das beste überhaupt gegen Depressionen. Aber ihr seht richtig glücklich aus! Kusskuss Irmelin

    1. Liebe Irmin!
      Ich habe gehört du genießt die Sonne und den Schnee! Viel Spaß noch in den Dolomiten! Die sehen genau so aus wie der Fitz Roy – wir hätten gar nicht so weit reisen müssen…
      Nein, eine Unterwasserkamera haben wir nicht, aber eine Actioncam, die bis 10 m wasserdicht ist. Ich war so froh sie dabei zu haben!
      Alles Liebe, Christian

      1. Hola lieber Christian, leider sind meine skitage in den Dolomiten schon wieder rum. Aber es stimmt der fitz Roy hat mich an das tolle Bergpanorama in Südtirol erinnert. Was für eine wunderbare Landschaft ihr erlebt! In Regensburg ist heute ziemliches Hochwasser weil es soviel geregnet hat. Bei Wind und Sturm der dem patagonischen nicht unähnlich ist.
        Ich habe in Südtirol Alpakas erlebt, keine Guanakos aber immerhin!
        Alles Liebe, Irmin

  2. Der Pinguin ist unglaublich! Dass der dich so nah ranlässt?! Dass man mit Seelöwen schnorcheln kann, wusste ich, die nun doch in vielen Meeren der Welt schon hunderte von Tauchgängen gemacht hat, nicht! Respekt! Da hätte ich ein komisches Gefühl!
    Ach wie toll! Bei all dem „Neid“, der bei mir hochkommt, kann ich euch nach unserer tollen Milonga gestern zumindest ein bisschen nach TN die Zähne lang machen! Ihr habt GEFEHLT!
    Alles Liebe

    1. Liebe Karin,
      Sorry für die späte Antwort, hier in El Chaltén ist Internet ein ständiges on und off …
      Am Samstag zur besten tangoNegro-Zeit (wir sind ja 4 Stunden weiter) haben wir uns nach der schönsten Wanderung ever mit müden Knochen mit homemade Spinat-Panzerotti mit Gemüse (u. a. orange Karotten) und Hasen-Ravioli (dunkel, fast schwarz … wenn man die Augen zukneift) belohnt. TangoNegro-Farben 😉 Wäre schön, wenn „beam me up, Scottie“ möglich wäre. Wie schön, dass wir unser Tangobaby in so guten Händen wissen :)))
      Zurück zur argentinischen Tierwelt – viele der frei lebenden Tiere, sind nicht scheu. Man kommt ziemlich nahe ran, manchmal so nahe, wie dem Pinguin. Das ist schon sehr besonders.

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