Wir sind gesund und munter – und hoffen ihr seid es auch!

Kurzfassung

Uns geht’s gut! Wir bleiben vorerst in Südamerika. Wir wollen unsere Reise jetzt nicht einfach abbrechen, denn wir schätzen die Lage hier als weniger gefährlich ein als in Deutschland. Zum Glück gibt es auch keinen dringenden Grund abzubrechen. Zwar werden demnächst alle Flüge von Argentinien nach Europa suspendiert (und in Gegenrichtung natürlich auch), aber wir könnten aktuell – falls nötig – über andere Länder Südamerikas heim. Wir hoffen sehr, dass das nicht nötig sein wird. Bleibt bitte alle gesund!

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Noch sind laut offizieller Statistik in Argentinien nicht besonders viele Menschen infiziert. Es gibt trotzdem recht einschneidende Maßnahmen – die Öffentlichkeit und der Staat haben ziemlich schnell reagiert. Seit 11. März sind so ziemlich alle Milongas und Tanzstunden für mindestens 14 Tage abgesagt. Die Tangoszene hat innerhalb kürzester Zeit eine fast einheitliche Lösung gefunden: alle bleiben zu Hause. Das finden wir sehr vernünftig, denn die Szene, in der sehr viel gereist wird, würde sich sonst einem sehr hohen Ansteckungs- und Verteilungsrisiko aussetzen.
Laut Präsidialdekret sind ab 17. März alle Flugreisen aus und in die besonders betroffenen Gebiete für 30 Tage ausgesetzt – Lufthansa und Iberia bieten uns auf ihren Webseite keine Flüge nach Europa mehr an. Wer nicht so viel Zeit zu warten hat wie wir, hat ein echtes Problem. Wir haben auch Freunde und Bekannte, die nicht wissen, wie sie zurück kommen. Seit ein paar Tagen müssen Reisende aus den Hochrisikoländern (also auch Deutschland) nach dem Grenzübertritt für 14 Tage in Quarantäne. Also haben wir jetzt immer den Reisepass dabei, damit wir im Zweifelsfall mit dem Einreisestempel nachweisen können, dass wir schon vor Ausbruch der Epidemie eingereist sind.
Vorgestern haben wir in mehreren Geschäften versucht, das hier gängige antivirale Handgel („alcohol en gel“) zu bekommen. Fehlanzeige! Wie wir später gehört haben, gibt es in der ganzen Stadt nichts mehr am Ladentisch. Egal, denn wir haben antivirales Spray nach WHO-Rezeptur bekommen.
Im Großen und Ganzen ist es hier ruhig, die Leute wirken besonnen – Panik ist nicht spürbar. Die Regale der Supermärkte sind noch voll, sogar Klopapier gibt es genug zu kaufen!
Trotzdem bleibt es für uns spannend – wir wollen ja schließlich weiterreisen, und das ist jetzt komplizierter geworden. Wir hatten sowieso vor, die Metropolregion zu verlassen – nach fast 4 Wochen sehnen wir uns nach Ruhe und Natur. Das Virus macht uns den Abschied nur noch leichter. Wir können uns in der Stadt aus Selbstschutz nicht mehr so frei bewegen, fahren so wenig wie möglich U-Bahn, Bus, Taxi, und es gibt auch nicht mehr viele Möglichkeiten, etwas zu unternehmen, denn die meisten Veranstaltungen sind abgesagt, Kinos und Theater sind geschlossen…
Ein kleiner Nervenkitzel kommt dazu: wir müssen bald unsere Visa erneuern. Dazu wollen wir am nächsten Montag (16. März) mit dem Schnellboot nach Uruguay und den Tag darauf wieder nach Buenos Aires zurück. Die Sache ist eigentlich klar: wir kommen bei keinem der beiden Grenzübertritte aus einem Risikoland, fallen also nicht unter die Quarantänevorschriften. Hoffentlich sehen das die Grenzbeamten dann auch so. Drückt uns die Daumen – wir halten euch auf dem Laufenden!

Dieser Beitrag hat 10 Kommentare

  1. Update: Argentinien hat heute alle Grenzen geschlossen. Wir könnten nach Uruguay ausreisen, aber nicht mehr zurück. Deswegen waren wir heute früh gleich bei der Einwanderungsbehörde. Man hat uns mitgeteilt, dass die Visaverlängerung ohne Ausreise 2.700 Pesos (etwa 30 €) pro Person kostet, aber frühesten 10 Tage vor Ablauf des Visums möglich. Für uns ist das Freitag, der 20. März. Also werden wir nochmal mindestens 5 weitere Tage in Buenos Aires bleiben. Wir machen das Beste draus und gehen heute nachmittag in den Japanischen Garten, morgen in ein chilliges und weitläufiges Naturschutzgebiet direkt an der Stadtküste von Buenos Aires. Und übermorgen? Vamos a ver…

  2. Jetzt ist jeder mit seinem Improtalent gefragt.
    Die Arbeit ist spannend bis fordernd zur Zeit. Viele besorgte Mandanten haben Fragen oder Anliegen. Termine gibts nur noch online usw.
    Seid froh dass bei euch „nur“ die Freizeit betroffen ist und ihr flexibel reagieren könnt.
    Macht das Beste draus und genießt die Natur.

  3. Hallo ihr Lieben, ich hoffe ihr könnt trotz der widrigen Situation eure Zeit genießen… Bei uns wird es immer absurder, jetzt schließen sie sogar die Spielplätze… Gott sei Dank ist das Wetter besser geworden, so dass die Kids zumindest in den Garten können, ansonsten wär s echt schwierig mit den Kameraden at home. Bin ja wirklich gespannt, welche, vorallem wirtschaftlichen Konsequenzen das alles nach sich ziehen wird. Alles so ein Irrsinn… Bin echt fassungslos. Bis bald und bleibt gesund. Piwi

  4. Auch hier wird es immer absurder … die drastischen Maßnahmen der Regierung, die per Dekret innerhalb kürzester Zeit greifen können, beschäftigen uns sehr. Fakt ist – wir können derzeit das Land nicht verlassen, auch wenn wir wollten. Das fühlt sich schon sehr seltsam an. Zum Glück hatten wir einen guten Riecher und sind gestern nicht über den Fluß zum Visaverlängern nach Uruguay. Das hat uns zwar leider 150€ für die nicht genutzte Fähre gekostet, aber wir säßen jetzt in Uruguay fest, da wir nicht zurückgekommen wären. Argentinien hat hoplahop ohne Vorwarnung die Grenzen für Ausländer geschlossen. Und wir sind schon lieber hier, wo wir die Infrastruktur kennen und Freunde haben …
    Aber wie geht es weiter? Ab Freitag können wir hier in BsAs unser Visum, das nur noch bis zum 29.3. gültig ist, verlängern, die Uruguay-Tour hat ja nicht geklappt. Früher geht nicht, da die Verlängerung nur innerhalb der letzten 10 Tage der Gültigkeit möglich ist. Bleiben wir solange hier oder fahren wir „raus aufs Land“? Können wir überhaupt noch weiterreisen? Eine Ausgangssperre für 10 Tage ist im Gespräch … Und dann? Viele Nationalparks sind vorläufig geschlossen, unter anderem auch Iguazú. Das sind die Fragen um die wir kreisen. Und Lösungen finden – Argentinien reagiert zwar jetzt sehr drastisch, aber es ist trotzdem ein wunderschönes Land, das wir nach wie vor hoffentlich weiter bereisen können. Mit Einschränkungen, das ist klar.
    Zum Glück sind wir gesund und hören auch von euch Lieben viel Positives und , dass es euch gut geht. Verrückte Zeiten …

    1. Sers Barbara und Chris,

      verrückte Zeiten…guter Spruch!
      Gut, dass es euch gut geht! Bei uns auch;
      Martina ist jetzt ganz im Home-Office (natürlich in der Bhf-Str. :-).

      Wirtschaftlich…da schaun mer mal…ich meine, der Bund und Bayern machen jetzt was locker, wir werden sehen.
      Allerdings: zu befürchten ist, dass einige Läden, insbes. Gastro nicht mehr aufmachen werden, wenn es viel länger dauert.

      Du gute Nachricht ist (meine ich), dass, wenn alles vorbei ist, ein Digitalisierungschub durchs Land geht und Dinge anders,
      also besser, geregelt werden, als bisher. Plötzlich geht doch Home-office und Skype Konferenzen usw.
      Derweil schreib ich an meiner Masterarbeit, hab quasi mehr Zeit, weil ja die Aufträge jetzt alle zeitlich nach hinten rutschen.

      Wie ist es eigtl. in ARG: die Franzosen horten Wein und Kondome, die Iren Whiskey und die Deutschen – Clopapapier (also echt… typisch!) und die Argentinier? Tango-CD’S? Maradona-Trikots?

      Passt auf euch auf und viele Grüße,
      take care

      gw & MIB

      1. Hi Gero! Sie horten offenbar Putzmittel. Jedenfalls waren die Regale leeim Supermarkt leer. Knapp waren auch einige spezielle Dinge wie Haferflocken (süsse Cerealien gabs aber noch genug) und Vollkornreis (normalen gabs noch). Und wegen antiviralem Handgel und Mundschutz standen die Leute fast überall Schlange vor den Apotheken, aber das Zeug ist wohl jetzt überall auf der Welt knapp.
        Nutzt die staade Zeit, seid im Stillen produktiv, bleibt gesund – die Welt braucht eure Arbeit!
        Christian

  5. Hallo, ihr Lieben,
    fein, dass es euch gut geht. Bei uns ist auch alles in Ordnung und ich hoffe, dass es so bleibt. Papa wollte nämlich
    unbedingt in die Stadt fahren und Ilse Lefler ein Buch bringen. Ich konnte es ihm nicht ausreden, aber sie lassen
    ihn sowieso nicht rein.
    Eine traurige Nachricht: Mein Cousin Thomas Schieder ist am Samstag gestorben und ich bin sehr traurig, weil
    wir uns sehr gemocht haben.
    Freundlicherweise bieten alle möglichen ihre Hilfe an und wollen für uns einkaufen. Katrin ist da ganz toll,
    aber auch Trudi und Carmen. So sind wir gut versorgt und ich hoffe, dass Papa gesund wieder heim kommt.
    Bleibt auch gesund und genießt, soweit es geht.
    Liebe Grüße von Papa und Mama

  6. Hi ihr zwei Lieben!

    Wir sind froh zu lesen, dass ihr gesund seid und hoffen, dass ihr euch an eurer Reise trotz der widrigen Umstände noch freuen könnt!
    Uns geht es soweit ganz gut, auch wenn uns die Corona-Krise natürlich auch manch sorgenvollen Gedanken bereitet.
    Wir denken oft an euch, vermissen euch und freuen uns aufs Wiedersehen.
    Bleibt gesund und möglichst heiter und habt hoffentlich trotz allem noch eine gute Zeit!!
    Ganz liebe Grüße und dicke Umarmung! Renate und Steff

  7. Hallo ihr Zwei!
    Es ist klug, jetzt nicht nach Hause zurückzukehren. Die Zahl der Infektionen wächst dramatisch. Ab heute Nacht gilt in Bayern eine Ausgangssperre, die restliche Republik wird wohl demnächst nachziehen…
    Bei mir ändert sich eigentlich nicht viel, nur das Tischtennisspielen wurde natürlich ersatzlos gestrichen. Schade. Aber ich mache zuhause ein paar Trockenübungen mit dem Schläger. 😉
    Lasst es euch gut gehen, genießt die verbleibende Zeit, es wird schon wieder werden… 😉 Liebe Grüße Herby.

  8. P.S. Ich vergaß euch auch liebe Grüße von Karin und Chris auszurichten. Chris sitzt derzeit in der Schweiz fest. Die Grenzen sind auch da dicht. Das Wichtigste ist, dass wir alle zusammen gesund sind und es beruhigt uns, dass ihr es auch seid! Ciao!

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